Eine Aktie ist ein Wertpapier und verbrieft den Anteil an einer
Gesellschaft. In Deutschland werden diese Gesellschaften als Aktiengesellschaft
(AG) oder Kommanditgesellschaft auf
Aktien (KGaA) bezeichnet. Im deutschen Aktiengesetz (AktG) wird der Begriff der Aktie in
dreifacher Weise verwendet:
- die Aktie als Bruchteil des Grundkapitals (§ 1 Abs. 2 AktG)
- die Aktie als Mitgliedschaft, die die gesamten Rechte und Pflichten des
Aktionärs gegenüber der Gesellschaft umfasst (etwa §§ 11, 12, 64 AktG)
- die Aktie als Wertpapier
Bedeutung
Bei der Gruendung einer AG wird festgelegt, in wieviele Aktien das Grundkapital aufgeteilt wird.
Diese Aktien können dann in einem Buch verbrieft sein oder als effektive Stuecke
gedruckt und herausgegeben werden. Die Herausgabe von Aktien bezeichnet man als
Emission. Eine weitere Emission ist
auch im Rahmen einer Kapitalerhoehung moeglich.
Der Anteil einer Aktie am Unternehmen kann als Nennwert angegeben werden, also z.B. „50 €“. Er
betraegt dann 50 € am Grundkapital. Bei der nennwertlosen Aktie
(Quotenaktie oder Stueckaktie) entspricht der Anteil am
Grundkapital dem Anteil an den Aktien. Bei 1.000 Aktien und 100.000 €
Grundkapital entspricht eine Aktie also einem Anteil von 1/1.000 am Grundkapital
und damit am Unternehmen. Der theoretische Nennwert wäre 100 €.
Der Buchwert einer Aktie berechnet sich wie folgt: Buchwert pro Aktie
= (Eigenkapital/Aktienkapital) * Nennwert pro
Aktie
Als Aktiensplit wird die
Aufteilung der Aktien in solche mit kleinerem Nennwert genannt.
Das Unternehmen kann über die Dividende die Aktionaere am Gewinn des Unternehmens beteiligen. Die Dividende ist
eine pro Aktie geleistete Zahlung an die Besitzer der Aktien. Die Hoehe der
Dividende wird auf der Hauptversammlung des Unternehmens festgelegt.
Als Anlageprodukt ist die Aktie aber nicht hauptsaechlich wegen der Dividende
interessant. Die groeßten Renditechancen bieten die Kurssteigerungen der Aktie.
Ein Investment in Aktien ist grundsaetzlich aber mit dem Risiko des
Totalverlustes des eingesetzten Kapitals behaftet.
Aktien können an einer Wertpapierbörse gehandelt werden.
Wird eine Aktie vor Ablauf eines Jahres verkauft, ist der Kursgewinn in
Deutschland als Gewinn aus privaten
Veräußerungsgeschäften einkommenssteuerpflichtig.
Aktienarten
Das moderne Aktienrecht
überlässt es dem Unternehmen, alle Aktionaere gleich zu behandeln (Prinzip der
Einheitsaktie) oder an verschiedene Aktionäre unterschiedliche Arten von
Aktien auszugeben.
Man unterscheidet dabei insbesondere Stammaktien und
Vorzugsaktien. Die haeufigsten Vorzugsaktien, die Dividendenvorzugsaktien,
haben im Gegensatz zu den Stammaktien kein Stimmrecht. Allerdings besitzen sie einen „Vorzug“,
in der Regel eine hoehere Dividende.
Des Weiteren werden Aktien in Inhaberaktien, Namensaktien und
vinkulierte Namensaktien unterschieden. Im Gegensatz zu den Inhaberaktien
werden bei den Namensaktien die Besitzer der einzelnen Aktien in ein Aktienbuch eingetragen. Das
Unternehmen kennt dann seine Aktionaere und ihre Anteile. Zwingend vorgeschrieben
ist die Verwendung von Namensaktien in Deutschland zum Beispiel bei
Luftverkehrsgesellschaften (z. B. Lufthansa AG).
Die Vinkulierung von Namensaktien wird ueblicherweise eingesetzt, um
unerwuenschte Aktionäre (beispielsweise Konkurrenten oder außerhalb der Familie
befindliche Personen) vom Kauf der Aktien auszuschließen (vgl. dazu auch
Kux). Der Kauf (bzw. Verkauf) dieser Aktien
ist an bestimmte Bedingungen, normalerweise die Zustimmung der Gesellschaft
gebunden. Für an der Boerse notierte
Unternehmen hat sich die Vinkulierung in den letzten Jahren jedoch als rechtlich
problematisch erwiesen, da der oeffentliche Handel einen Widerspruch zu dem mit
der Vinkulierung ausgedrueckten Wunsch nach Kontrolle über die Aktionaersstruktur
darstellt.
Zusaetzlich kann zwischen jungen Aktien und alten Aktien
unterschieden werden. Die junge Aktie wird infolge einer Kapitalerhoehung
einer Aktiengesellschaft angeboten. Sie wird bis
zur vollen Dividendenberechtigung von den alten
Aktien getrennt notiert.
Es ist rechtlich möglich, verschiedene Formen der Aktie zu mischen und
beispielsweise Stammaktien als vinkulierte Namensaktien zu emittieren, und
gleichzeitig Vorzugsaktien in Form von Inhaberaktien auszugeben.
Sollen nur neue Aktien eines Geschaeftsbereiches emittiert werden, so bietet
sich der tracking
stock an.
Aktienemission
Als Aktienemission wird die Ausgabe beziehungsweise Emission von Aktien und ihre Unterbringung bei einer
möglichst großen Gruppe von interessierten Anlegern bezeichnet. Das Unternehmen
das die Aktien ausgibt wird im Emissionsverfahren auch Emittent genannt. Nachdem die Papier
(Aktien) geschaffen wurden müssen diese dann platziert werden.
Mit der Platzierung ist insbesondere der Verkauf an eine Vielzahl von Käufern
gemeint. Allerdings ist die Schaffung neuer Aktien nur in den folgenden drei
Situationen möglich:
- bei der Neugruendung einer Aktiengesellschaft,
- bei der Umwandlung einer Gesellschaft anderer Rechtsform in eine Aktiengesellschaft und
- bei der Ausgabe junger Aktien im
Rahmen einer Kapitalerhoehung.
Das Unternehmen kann über die Dividende die Aktionaere am Gewinn des Unternehmens beteiligen. . Die Hoehe der
Dividende wird auf der Hauptversammlung des Unternehmens festgelegt.
Als Anlageprodukt ist die Aktie aber nicht hauptsaechlich wegen der Dividende
interessant. Die groeßten Renditechancen bieten die Kurssteigerungen .
Ein Investment ist grundsätzlich aber mit dem Risiko des
Totalverlustes des eingesetzten Kapitals behaftet.
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