Der Herausgeber beschafft sich mit einer Anleihe auf dem Rentenmarkt, der Effektenbörse, Fremdkapital: Er erhält von den Käufern der
Schuldverschreibungen Kredite, die zu
einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt werden müssen. Dabei erhält der Käufer
im Gegensatz zu Aktien kein unmittelbares
Eigentum.
Verzinsliche Wertpapiere können an der Effektenbörse jederzeit zum jeweiligen
Kurswert ge- und verkauft werden.
Anleihen müssen in den meisten Ländern jedoch nicht an der Börse gehandelt
werden, das heißt, sie sind nicht börsenpflichtig.
Die Anleihe gilt als eher risikoarme Anlageform. Sie eignet sich daher für
unerfahrene oder besonders risikoscheue Anleger. Viele Organisationen, die das Vermögen Dritter
verwalten (z.B. Versicherungen) sind verpflichtet, einen großen
Anteil der zu verwaltenden Gelder in Titel mit hoher Bonität anzulegen, wobei die Wahl häufig auf
festverzinsliche Wertpapiere fällt. Es gibt auch Anleihen, die bewusst ein
höheres Risiko enthalten und dafür eine
höhere Rendite (Verzinsung)
versprechen.
Obwohl die Anleihe eine sehr alte Wertpapierform ist, sind die meisten Innovationen des Finanzsektors der
letzten Jahre auf dem Gebiet der Anleihen passiert, was zu einer großen Anzahl
von Gestaltungsmöglichkeiten geführt hat.