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Ein Future ist eine Art von börsengehandelten Termingeschäften. Es bezeichnet einen
verbindlichen Börsenvertrag (Kontrakt) zwischen zwei Parteien (im Gegensatz zu
halbseitig verpflichtenden Verträgen bei Optionen).
Eigenschaften
Futures weisen folgende Merkmale auf:
- Lieferung (für den Verkäufer) bzw. Abnahme (für den Käufer)
- eines genau bestimmten Vertragsgegenstandes (Basiswert)
- in einer bestimmten Menge und Qualität
- zu einem fixierten Zeitpunkt in der Zukunft und
- zu einem konkreten, bereits bei Vertragsabschluss festgelegten Preis
Im Gegensatz zu Forwards sind alle Merkmale durch eine
Börse standardisiert.
Beispiel: Ein Oktober-Kontrakt "Gold" an der New Yorker Warenterminbörse
NYMEX umfasst immer 100 Unzen
Feingold mit einem Reinheitsgrad von mindestens 0.995 bei einer Fälligkeit am
letzten Werktag des Oktober.
Dies ermöglicht einen transparenten Handel, geringe Handelskosten und einen
leichten Marktzugang.
Für den Abschluss eines Futures fallen keine Kosten in Form von Prämien an.
Sowohl Käufer wie Verkäufer tragen gleiche Rechte und Pflichten. Somit ist es
nicht nötig, einen Ausgleich zwischen den Vertragsparteien zu schaffen. Dies
steht im Gegensatz zu Optionen.
Sehr wohl müssen beide Vertragspartner aber eine Vorschusszahlung leisten.
Sie dient als Sicherheitsleistung, und wird "Einschusszahlung" oder "Initial
Margin" genannt. Sie beträgt nur einen Bruchteil des Kontraktwertes -
üblicherweise fünf Prozent, kann jedoch je nach vorherrschender Volatilität
täglich nach oben oder unten korrigiert werden. Sie wird in Form von Bargeld
oder der Hinterlegung erstklassiger Staatsanleihen vor der Ausführung eines
Auftrags auf ein Margin-Konto eingezahlt. |