Die Außenwirtschaftstheorie gliedert sich heute in drei Stränge: die reale
(güterwirtschaftliche) Theorie, die monetäre Theorie und die Theorie
wirtschaftlicher Integration. Die reale Außenwirtschaft ist das traditionelle
Kernstück der Außenwirtschaftslehre (weswegen sie in älteren Lehrbüchern auch
als "reine Außenwirtschaft" bezeichnet wird). Sie befasst sich mit dem Außenhandelsmarkt und den
dort relevanten Größen Ex- und Import.
Insbesondere durch den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems haben jedoch
monetäre Aspekte in den letzten Jahrzehnten eine weit stärkere Bedeutung
gewonnen. Die monetäre Außenwirtschaft hat sich daher seit den 1960ern als
zweites bedeutendes Standbein der Außenwirtschaftstheorie herausgebildet. Sie
untersucht den Devisenmarkt
(und dort insbesondere den Wechselkurs untersucht. Beide Ansätze standen lange
weitgehend unverbunden nebeneinader.
Als neuester Strang der Außenwirtschaftslehre haben sich in den letzten
Jahrzehnten, insbesondere aber in den 1990ern Theorien zu Jahren Fragen der wirtschaftlichen Integration
herausgebildet. Sie verknüpfen reale und monetäre Außenwirtschaft und stellen
heute den in der Öffentlichkeit am meisten beachteten Strang der Außenwirtschaft
dar.
Ein gesondertes Wissensgebiet sind betriebswirtschaftliche Aspekte der
Außenwirtschaftslehre, so z. B. der Anbahnung und Abwicklung von
Exportgeschäften, der Absicherung gegen Wechselkurs-, wirtschaftliche und
politische Risiken.