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Wirtschaft Finanzen und Sport
Wie funktioniert die Abwrackpramie
und was bringt sie der Wirtschaft
Der Abwrackbonus in Höhe von 2500 Euro trägt den offiziellen Namen
"Umweltprämie" und wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
ausgezahlt. Seit Anfang des Jahres kann die Prämie von Privatleuten beantragt werden,
die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten und dafür einen Neu- oder
Jahreswagen ab Schadstoffklasse 4 kaufen und zulassen. Der bisherige Wagen muss
mindestens ein Jahr auf den Halter zugelassen gewesen sein. Durch diese Prämie
zur Konjunkturankurblung durch die Regierung planen viele
der Bürger in den nächsten Monaten einen
Autokauf. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zulassung
von Fahrzeugen in Deutschland gestiegen. Dabei
hat vor allem die Nachfrage nach Neuwagen besonders zugenommen. Die Bundesregierung hat dafür ingesamt 1,5 Milliarden Euro
geplant,die jetzt noch einmal um die selbe Summe aufgestockt
werden soll. Wenn das Geld verteilt ist, ist
Schluss - spätestens am 31. Dezember. Fachleute rechnen damit, dass die Prämie
in diesem Jahr den Kauf von rund 300.000 Neuwagen zusätzlich auslöst.
Allerdings hat diese Prämie für die
Wirtschaft nicht nur positive Seiten.Denn bei kleineren
und mitlleren
Gebrauchtwagenhändlern könnte sie zu einer Katastrophe führen. Die Bonner
Unternehmensberatung Simon Kucher & Partners hat sich in einer Studie mit
den Auswirkungen beschäftigt. Die Prämie werde für die Gebrauchtwagenhändler zum
„Dilemma“, lautet das Fazit der Untersuchung. Betrachtet man den Preisverfall
von Fahrzeugen die älter als ein Jahr sind und
damit nicht prämientauglich sind,ist diese Situation
auch voll nachvollziehbar.
Attraktiv ist die Regelung in jedem Fall für Besitzer alter
Autos deren Wert unter 2500 Euro liegen und die sowieso mit einem Neuwagenkauf spekuliert
haben. Aber bereits jetzt ist
absehbar, dass nur Hersteller billiger Autos profitieren . Also Dacia, Daihatsu,Kia und Co. Klar, mancher dürfte auch zu einem VW Fox greifen. Doch der kommt aus Brasilien. Den deutschen Autobauern hilft die Situation kaum. Ebenso den rund 750.000 Beschäftigten, die in der Automobil- und Zulieferindustrie arbeiten – und die
mit ihren Steuern das Milliardenprogramm mitfinanzieren.
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